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Start » Auf die Räder, fertig, los!
Haus & Mobilität

Auf die Räder, fertig, los!

Veröffentlicht: 4. Dezember 2021
9 Min. Lesezeit

Viele Jahre lang gab es einfach Fahrräder. Vielleicht hatten sie damals schon andere Namen wie z. B. Bikes, aber die Bedeutung war immer die gleiche: zwei Räder, zwei Pedale, ein Antrieb, ein Sattel – Fahrrad eben. Seitdem hat sich vieles getan. Normale Fahrräder sind jetzt sogenannte „Biobikes“. Und mit dem E-Bike hat das Fahrrad des 21. Jahrhunderts Einzug in die Welt der Räder gefunden. Die Auswahl ist riesig. Wir geben einen Überblick, was man für die Wahl des passenden Bikes wissen muss. Und wie man es am besten versichert.

Im letzten Jahrzehnt hat sich das E-Bike, auch Pedelec genannt, stark weiterentwickelt. Aus den anfänglichen klobig wirkenden E-Bikes mit angeklebt anmutenden Akkus und Motoren wurden inzwischen innovative Räder mit extrem vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten und einer schlanken Optik. Im selben Zuge wurden aus den anfänglich vor allem im Trekking-Bereich angesiedelten Fahrrädern, die man anfangs nur als Unterstützung für Senioren wahrnahm, immer spezifischere E-Bikes, die nun nahezu jede Fahrradkategorie abdecken. Kein Wunder, dass bei der Vielfalt Entscheidungsschwäche aufkommt! So viel schon mal vorab: Bei der Wahl des richtigen E-Bikes orientieren Sie sich am besten am Einsatzbereich. Denn durch diesen definieren sich die verschiedenen E-Bike-Kategorien.

Daher fragen Sie sich am besten als Erstes: Was möchte ich mit meinem E-Bike machen?

Fahren Sie mit Ihrem E-Bike meistens zum Bäcker, Einkaufen oder Markt – nutzen Sie es eher für Besorgungen? Für kurze Strecke in der Stadt? Wollen Sie auch längere Strecken oder Touren mit dem E-Bike absolvieren? Haben Sie vor, mit dem E-Bike/Pedelec auch zu Ihrer Arbeit zu pendeln? Wollen Sie sportlich im Gelände mit Ihrem E-Bike/Pedelec unterwegs sein?

Mittlerweile bekommen Sie für jeden Einsatzzweck ein maßgeschneidertes E-Bike: Von City-E-Bikes über Touren-E-Bikes und E-Mountainbikes bis hin zum Lasten-E-Bike. Doch ganz egal, für welches E-Fahrrad Sie sich entscheiden: Ein E-Bike fährt nicht von alleine. Der Elektromotor unterstützt den Fahrer nur dann, wenn die Pedale getreten werden. Bei 25 km/h riegelt der Motor ab, höhere Geschwindigkeiten erreicht man nur mit der Kraft der eigenen Muskeln.

Vorteil des E-Bikes: Dank Motorunterstützung lässt es Berge schrumpfen, und auch eine lange Runde verwandelt sich durch den eingebauten Rückenwind zu einer Spritztour. So halten weniger Trainierte auch auf langen Fahrten mit. Für Trainierte ist das E-Bike ein Spaß-Verlängerer. Weiter, schneller, höher geht es für sie.

Motorunterstützung auf Knopfdruck

Wie stark der Fahrer vom Elektromotor unterstützt werden möchte, stellt er ganz einfach am Bordcomputer ein. Mehr als das Dreifache der Energie geben die stärksten Motoren ab. Das bedeutet: Tritt der Fahrer mit 100 Watt in die Pedale, unterstützt der Motor mit zusätzlichen 300 Watt. Das E-Bike wird damit letztendlich mit einer Leistung von 400 Watt angetrieben. Diese Power macht sich aber auch schnell am Ladestand des Akkus bemerkbar. Auch diese gibt es in unterschiedlichen Leistungsklassen. Mit 500 oder 625Wh sind Sie gut bedient und fahren im Schnitt Strecken von 40 bis 50 Kilometer, bevor Sie laden müssen.

Mittelmotor für das Fahrgefühl

Mittelmotoren sind der Standard bei E-Mountainbikes und Trekking-E-Bikes. Neben Platzhirsch Bosch sind die E-Systeme von Shimano, Brose und Yamaha gängige Kraftquellen. Die zentrale Position des Motors im Tretlagerbereich sorgt für einen tiefen Schwerpunkt und damit für ein tolles, fahrradähnliches Fahrgefühl.

Alles hat seinen Preis

Für Touren auf Straßen oder Feldwegen in der Natur eignen sich nur die sogenannten Pedelecs, die den Fahrer bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h unterstützen. Rechtlich sind sie dem Fahrrad gleichgestellt. Die bis zu 45 km/h schnellen S-Pedelecs sind auf Waldwegen und in den Bergen verboten. Zuletzt ist der E-Bike-Kauf auch eine Kostenfrage. Beim Discounter gibt es E-Bikes schon teilweise für unter 1000 Euro, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Ein solides Mittelklassemodell schlägt mit rund 2000 Euro zu Buche.

Aber wie findet man sein perfektes Rad? Wir geben einen Überblick über die drei gängigsten Typen:

E-Trekkingräder: Die Dauerläufer

Radtouren über mehrere Tage und mit viel Gepäck sowie weite Strecken sind das Spezialgebiet von Touren- und Trekking-E-Bikes. Aber auch den täglichen Einkauf oder den Weg zur Arbeit meistern diese Alleskönner mit Bravour. Die hohe Zuladungsgrenze macht das möglich. Mit ihrer Federung bieten sie guten Komfort, und die aufrechte Sitzposition sorgt für ermüdungsfreies Fahren. Auf Straßen punkten sie mit gutem Fahrverhalten. Am Gepäckträger lassen sich Taschen oder anderes Gepäck leicht anbringen. Die Preise für gute Trekkingräder beginnen im Schnitt bei etwa 2000 Euro.

E-MTB-Hardtails: Die Geländegängigen

Der Name „Hardtail“ kommt daher, dass diese Fahrräder ausschließlich am Vorderrad gefedert sind. In leichtem Gelände fühlen sich E-MTB-Hardtails erst richtig Wohl. Aber auch auf der Straße machen sie Spaß. Sie sind gute Allrounder, die sich aber weniger für praktische Aufgaben und lange Strecken eignen. Fahrspaß steht im Vordergrund. Im Vergleich zum nun folgenden „Fully“ punktet das Hardtail mit weniger Gewicht und geringerem Wartungsaufwand. Für ein gutes E-Hardtail muss man in der Regel mindestens 2500 Euro auf den Tisch legen.

E-MTB-Fullys: Die Fahrmaschinen

In den Bergen braucht man ein Fully. Punkt. Wenn die Wege enden, es felsig wird und jeder normale Radfahrer das Handtuch wirft, trumpft dieses Mountainbike erst auf. Fullys (Abk. für „Full Suspension“) sind wie Hardtails im Gelände zu Hause, ermöglichen aber auch Ausflüge in schweres Gelände. Der Unterschied zum Hardtail ist das gefederte Hinterrad. Damit passt sich das Bike dem Untergrund am besten an und punktet so mit deutlich mehr Komfort. Im Gelände sind E-Fullys am schnellsten und haben am meisten Traktion. Dank Motorunterstützung bergauf genauso schnell wie bergab. Ab rund 3500 Euro geht es hier los.

Ihr E-Bike – gut versichert!?

Wichtigste Versicherung – auch ohne E-Bike – ist die private Haftpflichtversicherung. Sie schützt vor eventuell hohen finanziellen Ansprüchen, wenn jemand durch Sie zu Schaden kommt. Und die Gefahr nimmt mit einem schnellen Bike eher zu.

So ein angesagtes E-Bike weckt natürlich auch Begehrlichkeiten – insbesondere bei Langfingern! Es ist also sinnvoll, das Rad über die Hausratversicherung gegen Einbruchdiebstahl zu versichern. Wenn es aus einem verschlossenen Abstellraum, Keller oder aus der Wohnung entwendet wird, leistet in der Regel die Hausratversicherung.

Bei einer guten Hausratversicherung erstreckt sich der Versicherungsschutz auch auf Schäden durch Diebstahl, die unterwegs passieren. Voraussetzung hierbei ist, dass das Fahrrad zur Zeit des Diebstahls in verkehrsüblicher Weise durch ein Schloss gesichert war. Ein Blick in den Versicherungsschein hilft. Es gibt oftmals Begrenzungen in der Versicherungssumme für Fahrraddiebstahl. Außerdem sollte man auf die sogenannte „Nachtklausel“ achten. Viele Policen bieten den Versicherungsschutz für Fahrraddiebstahl nur zwischen 6 Uhr und 22 Uhr.

Zusätzlich gibt es noch spezielle Fahrradversicherungen. Ob man diese benötigt, hängt vielfach von dem Wert des Fahrrades aber auch von der Nutzung ab. Für hochwertige E-Bikes kann ein Abschluss sinnvoll sein. Auch gibt es oft die Möglichkeit, einen Mobilitätsschutzbrief einzuschließen. Diesen Schutz bieten nur wenige Hausratversicherer an. Die Fahrradversicherung umfasst in der Regel den Teilediebstahl, Vandalismus oder Fall- und Sturzschäden. Bei E-Bikes und Pedelecs könnten ferner Feuchtigkeits- und Elektronikschäden an Akku, Motor und Steuerungsgeräten abgesichert werden. Denn der Austausch eines Akkus könnte gut 800 Euro kosten.

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