„Liebes Albatros-Team,
mein Mann und ich würden gerne Zusatzversicherungen für unsere Kinder abschließen, damit wir im Ernstfall gut versorgt sind und nicht auf den Kosten sitzen bleiben. Ich habe jetzt mehrmals im Internet recherchiert und bin von der Masse an Angeboten regelrecht erschlagen. Welche Versicherungen machen eigentlich Sinn und worauf sollte ich achten?
Viele Grüße
Silke L.“
Liebe Frau L.,
mit Ihrer Frage stehen Sie nicht alleine da. Rund zwei Millionen Eltern haben im vergangenen Jahr über zusätzliche Versicherungen als Ergänzung der gesetzlichen Versicherung nachgedacht. Das hat das Marktforschungsinstitut YouGov herausgefunden. Vor allem bei jungen Familien steigt das Bewusstsein dafür, sich rechtzeitig den Zugang zur bestmöglichen Versorgung zu sichern.
Das haben natürlich auch die Versicherer erkannt. Wie Sie selbst gesehen haben, ist das Angebot riesig. Ohne Frage könnten Sie Ihre Kinder rundum versichern. Viele Versicherer bietet auch genau das an. Oftmals macht das aber wenig Sinn, denn dann zahlen Sie auch für Leistungen, die Sie wahrscheinlich nie in Anspruch nehmen werden. Egal ob Brillen- oder Krankenzusatz-Versicherung – wir empfehlen unseren Kunden, sich vor Abschluss die Frage zu stellen: Was wäre, wenn ich die Kosten selbst tragen müsste? In einigen Fällen ist das finanzielle Risiko überschaubar, das ein ExtraSchutz abdeckt. Zum Beispiel bei der Brillenzusatzversicherung. Statt dem Versicherungsbeitrag lohnt es sich eher, monatlich einen gewissen Betrag zurückzulegen.
Anders sieht es bei der Zahnzusatzversicherung aus. Hier können Sie bares Geld sparen, wenn Sie mit einer Versicherung vorsorgen. Denn Zahnbehandlungen, Kieferorthopädie und Korrekturen von Fehlstellungen können schnell teuer werden. Und je früher Sie abschließen, desto günstiger ist der Schutz. Hier lohnt sich die Investition.
Sehr zu empfehlen ist die Auslandsreise-Krankenversicherung, wenn Sie außerhalb Deutschlands Urlaub machen. Sehr gute Familientarife gibt es ab 25 Euro pro Jahr. Die Kosten für eine Behandlung im Ausland können wesentlich höher werden – und oft zahlt die Krankenkasse das nicht.
Andere Kranken-Zusatzpolicen können das Leben als gesetzlich Krankenversicherter angenehmer machen. Es hängt aber von den persönlichen Präferenzen und von den finanziellen Möglichkeiten ab, ob eine Versicherung sinnvoll ist.
Hierunter fällt zum Beispiel die Krankenhaus-Zusatzversicherung. Wenn Sie möchten, dass Ihre Kinder bei einem Krankenhausaufenthalt die bestmögliche Behandlung bekommen, ist diese Zusatzversicherung grundsätzlich empfehlenswert. Denn mit ihr wird man bei einem stationären Aufenthalt wie ein Privatpatient behandelt. Das bedeutet Chefarztbehandlung bzw. Behandlung durch einen Spezialisten, Unterbringung in einem 1-Bett- oder 2-Bett-Zimmer und vor allem die freie Wahl der Klinik. Als Eltern sollte man darauf achten, dass der Schutz eine sogenannte Rooming-In-Option bietet. Denn dann können Sie gemeinsam mit Ihrem Kind im Krankenhaus übernachten. Überlegenswert ist sicher auch, ob man sich in einem 2-Bett-Zimmer oder Einzelzimmer wohler fühlt.
Ein weiteres wichtiges Thema sind die Gesundheitsfragen. Denn wer eine private Kranken-Zusatzversicherung abschließen möchte, muss fast immer Gesundheitsfragen beantworten, die der Versicherer im Antrag stellt. Diese Fragen müssen Interessenten unbedingt wahrheitsgemäß und vollständig beantworten. Wer etwas weglässt oder verharmlost – selbst wenn es versehentlich passiert – riskiert den Versicherungsschutz. Hier gilt: Je früher man sich für den Abschluss entscheidet und noch gesund ist, desto besser. Optimal ist es, wenn man ein Angebot nutzen kann, dass eine vereinfachte Gesundheitsprüfung hat, wie wir es aktuell anbieten. Denn dann entfällt ein Großteil der komplizierten Fragen, die oftmals nur gemeinsam mit dem Hausarzt beantwortet werden können.
Bei Zahnzusatz- und Auslandsreise-Krankenversicherungen sind die Fragen oft recht simpel oder es werden gar keine gestellt. Bei Pflege- und Krankenhaus-Zusatz-Versicherungen wollen die Gesellschaften es schon genauer wissen und fragen auch über mehrere Jahre zurück nach Untersuchungen und Behandlungen.