Seit dem zweiten Lockdown ist Spazieren quasi das neue Hobby der Republik und nahezu die einzige Möglichkeit, Menschen auf Distanz zu begegnen. Wie das aber so ist: Zuviel von etwas Gutem ist etwas Schlechtes. Am Anfang war der Spaziergang schön und besonders, nun nervt es langsam. Man zieht immer die gleiche Runde im Wald oder Park, kennt jeden Baum und jeden Vogel. Gegen diese Tristesse haben wir Spaziergänge gefunden, die etwas anspruchsvoller sind und die Freude am Gehen, Laufen und Wandern wieder zurückbringen. Und auch wenn dann die Regularien wieder etwas weniger strikt sind, bringen unsere Varianten Abwechslung beim Spaziergang am Sonntag.
Geocaching bringt Spannung in die Natur
Wer Action mag und gerne Rätsel und Aufgaben löst, für den gibt es Geocaching. Eine Neuerfindung ist das nicht, aber in Corona-Zeiten erfreut sich die Kombination aus Spazierengehe, und Rätsel lösen neuer Beliebtheit. „Cache“ kommt aus dem Englischen, es handelt sich um einen versteckten Schatz, den man mittels App auf dem Smartphone aufspüren soll. Wie der Schatz aussieht, variiert stark, je nachdem, von wem es kommt. Von kleinen Trophäen bis zu ganzen Kisten ist alles möglich. Immer dabei: ein Logbuch, in das sich die Finder eintragen können.
„Der Ideenreichtum von Leuten, die Caches erfinden, ist enorm. Teilweise hegen sie eine richtige Leidenschaft und es ist so schön zu sehen, was für eine Mühe da reingesteckt wird.“ Für Geocaching-Fan Svenja B. ist es eine perfekte Kombination aus Outdoor-Aktivität und Nervenkitzel. „Man lernt auch in digitalen Zeiten, eine Karte zu nutzen. Es verbessert die Orientierung und die Fähigkeit, mit einem richtigen Kompass zu arbeiten. Denn der ist existenzieller Bestandteil.“
Fotoshooting
Je häufiger wir etwas betrachten, desto mehr fallen uns die schönen Dinge daran auf. Das gilt auch für Spaziergänge. Höchste Zeit, die gewohnte Strecke mal aus ganz anderen Augen zu sehen. Einfach die Kamera oder das Handy nehmen und auf die Suche nach schönen Motiven gehen. Durch den Sucher und das Ziel der neuen Motive nimmt man seine Umwelt auch komplett anders wahr. Vom Käfer auf dem Moosstreifen bis hin zum Wasserlauf in der versteckten Senke gibt es viel Neues zu entdecken.
Müll aufsammeln
Für mehr Spannung beim Spaziergang sorgt eine konkrete Aufgabe oder Beschäftigung. Wenn man dabei der Natur hilft ist das doch noch besser. Also Müllsack und Handschuhe einpacken und los geht’s! Sie werden überrascht und erschrocken sein, wie viel Müll man beim schnellen Spaziergang im Wald oder auf dem Weg dahin auf der Straße findet. Zusätzlich lässt sich das Ganze noch zu einem kleinen Wettbewerb ausbauen: Wer den meisten Müll aufgesammelt hat, bekommt von den anderen ein Eis spendiert.
Pflanzen kennenlernen
Genau wie Sie bei einem Spaziergang der Tierwelt mehr Aufmerksamkeit schenken können, hat auch die Pflanzenwelt einiges zu bieten. Was wächst da eigentlich für ein Baum? Was ist das für ein Strauch und welche Pflanzen sprießen da hinten? Besonders wenn man in der Stadt lebt, setzt man sich oft weniger mit der vorhandenen Natur auseinander. Grund genug, sich mit einem schlauen Buch oder der passenden App auf den Weg zu machen. Setzen Sie sich zum Ziel, auf deinem Spaziergang so viele Pflanzen wie möglich zu identifizieren. Wir wünschen viel Spaß!
Albatros Redaktion
Das Albatros Experten-Team bündelt über 45 Jahre Erfahrung als objektiver Versicherungs- und Finanzmakler. Unsere Beiträge werden von zertifizierten Fachberatern verfasst und geprüft. So garantieren wir Ihnen unabhängige, verlässliche und transparente Informationen rund um Ihre Gesundheit, Vorsorge und Finanzen.